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Recap Summer School 2025

Hier könnt ihr den Erfahrungsbericht über unsere diesjährige Summer School von zwei unserer Teilnehmer lesen!

Die BayIND Summer School 2025 startete am 17. August in Bangalore und endete am 06. September in Kochi. Insgesamt waren wir 22 Studierende und ein bunter Mix aus allen Fachrichtungen. Betreut und organisiert wurde die Summer School von Olga Schloss und Akshay Kshirsagar. Zur Vorbereitung auf die Summer School gab es ein zweitägiges Vorbereitungstreffen an der Hochschule Hof mit allen Teilnehmenden.

Das Programm der Summer School erstreckte sich über knapp drei Wochen. Woche eins bestand aus Projekten und Exkursionen mit indischen Studierenden an der Ramaiah University of Applied Sciences (RUAS). Die zweite Woche war gefüllt mit Firmenexkursionen, und in Woche drei reisten wir in God’s own Country, Kerala.

Woche 1: RUAS, Bangalore

Am Sonntag, den 17. August, ging es endlich los. Einige von uns waren bereits früher angereist und abhängig von den gebuchten Flügen trudelten alle Teilnehmer ein. Für alle früh Angereisten war am Sonntag schon ein Ausflug in einen Tempel mit anschließendem indischem Essen geplant. Im Anschluss hatten alle die Gelegenheit, Bangalore auf eigene Faust zu erkunden. Da die meisten Flüge aus Deutschland nachts in Bangalore landen und die Reise plus Jetlag durchaus ihre Spuren hinterlässt, empfiehlt sich auf jeden Fall eine frühere Anreise.

Offiziell starteten die Projekte an der Ramaiah University of Applied Sciences (RUAS) in Bangalore am Montag, den 18. August. Begrüßt wurden wir vom Präsidenten der Hochschule sowie dem Dekan der Faculty of Management. Im Anschluss gab es noch den ersten Gastvortrag und eine Führung über den Campus der Hochschule. Ziel der Projektwoche war die Erarbeitung unterschiedlicher Nachhaltigkeitsansätze in Kleingruppen. Unterteilt waren wir in 4 Gruppen, die jeweils zu gleichen Teilen aus indischen und deutschen Studierenden bestanden. Im Laufe der Woche ging es für jede Gruppe auch auf eine Exkursion zu Start-Ups und Firmen, die sich mit Nachhaltigkeit befassen, z.B. nachhaltiger Möbelherstellung, ein CO2 neutraler Lieferdienst und inklusive Kleidung.

Um mit viel Energie in den Tag starten zu können, begannen wir morgens direkt mit einer Yogastunde angeleitet von einem Yogi. Im Anschluss an das Frühstück im Hotel gab es einen Gastvortrag an der Uni, danach gemeinsames Mittagessen (indisch) in der Uni und nachmittags Projektarbeit in den Gruppen mit den indischen Studierenden.

Abends war ebenfalls viel geboten. Wir aßen gemeinsam in der Gruppe zu Abend, spielten mit den indischen Studierenden Cricket und feierten in Bars. An einem Abend wurden wir vom Vater einer indischen Studentin, Geschäftsführer und Hersteller von Spritzgussverpackungen, zu einer Hausparty mit traditionellem Essen eingeladen und tanzten auf seiner Dachterrasse über Bangalore.

Die Woche an der RUAS endete am Freitag mit der Präsentation der Projekte und einer gemeinsamen Abschlussfeier an der Uni. Höhepunkte waren die Preisverleihung, Tanzvorführungen, auch zum Mitmachen, und ein traditionelles Festessen. Wer wollte, konnte auch am Pani Puri Stand beim Wettessen teilnehmen. Im Anschluss machten wir wieder Bangalores Nachtleben unsicher. 

Samstags stand ein Kochkurs an der RUAS mit Lektionen in indischer Küche und eine Exkursion zu einer Farm für Renaturierungsprojekte in Bangalore an. 

Der Abschied von den indischen Studierenden fiel uns allen schwer. Die Zeit an der Uni war zwar anstrengend, wir hatten aber alle super viel Spaß und hatten uns über die gemeinsame Arbeit während der Projektwoche gegenseitig ins Herz geschlossen.

Woche 2: Mysore, Bangalore & Chennai

Sonntags ging es früh morgens mit dem Reisebus nach Mysore. Dort machten wir einen Zwischenstopp in einer deutschen Bäckerei und besichtigten im Anschluss Mysore Palace. Geführt wurden wir von einem lokalen Guide, der uns im Anschluss auch über den geschäftigen Markt von Mysore führte. Geboten war auch ein Elefantenumzug zur Vorbereitung auf einen bevorstehenden Festtag und bei den kleinen Ständen des Marktes stellten wir unser Verhandlungsgeschick auf die Probe. Abends besichtigten wir noch einmal den dieses Mal von knapp 100.000 Lampen illuminierten Mysore Palace inklusive Livekonzert des Polizeiorchesters.

Am nächsten Tag ging es zu unserem ersten Firmenbesuch, dem Infosys Campus in Mysore. Vor Ort war ein Gastvortrag und eine Besichtigung des Campus geboten. Im Anschluss an das Mittagessen bei Infosys besichtigten wir noch den Tempel von Somnathpur, bevor es im Reisebus wieder zurück nach Bangalore ging.

In Bangalore starteten wir dienstags wir mit einer Besichtigung und einem Gastvortrag am Indian Institute of Management. Danach ging es zur Exkursion zu Siemens Healthineers, wo wir vom Standortleiter begrüßt wurden, und die Labore besichtigten. Im Anschluss waren wir auf dem Ascend Karnataka Kongress 2025 eingeladen. Hier gab es spannende Podiumsdiskussionen von Managern, Experten und Politikern zur indischen Halbleiterstrategie oder Immobilienwirtschaft. Den Abend ließen wir mit einem bayrischen Stammtisch in einer Brauerei ausklingen.

Mittwochs stand ein Besuch des deutschen Konsulats auf dem Programm. Neben Einblicke in die Tätigkeit eines Konsulats gab es auch einen Überblick über Karriereoptionen als Konsul beim Auswärtigen Amt. Danach ging es zur Exkursion zu Beckn Protocol, einem Dienstleister für online Geschäftsabwicklung. Außerdem durften wir bei einem gemeinsamen Mittagessen mit Laura Höflinger, einer Spiegel Journalistin, alle möglichen Fragen zum Leben als Expat und Auslandvertretung stellen und bekamen interessante Einblicke in ihre Tätigkeit in Indien.

Am nächsten Tag reisten wir mit dem Zug von Bangalore nach Chennai. Neben der Leistungsfähigkeit indischer Klimaanlagen erstaunte uns der moderne Zug mit seinem Service und seiner Pünktlichkeit.

In Chennai besuchten wir das dortige Werk von BMW. Neben einer Werksführung hatten wir mit dem dortigen Werkleiter, Thomas Dose, einen sehr interessanten Austausch über Managementtechniken in Indien und seine Erfahrungen als Expat. Nach der Rückfahrt durch den indischen Straßenverkehr ließen wir den Abend in einem Restaurant am Strand von Chennai ausklingen. 

Tags darauf ging es auf einen Tagesausflug zur Besichtigung der Tempel von Mahabalipuram. Neben Shopping auf den Straßen erholten wir uns von der Hitze Chennais beim Mittagessen in einem Strandrestaurant und abends am Strand.

Sonntags stand noch eine Stadtführung von indischen Studierenden in Chennai an, bevor es mit dem Flieger abends nach Kochi ging.

Woche 3: Kochi & Munnar

Nach dem wir die Nacht in einem Flughafenhotel in Kochi verbrachten, ging es montags direkt mit dem Reisebus in die Berge von Munnar. Auf dem Weg hielten wir bei atemberaubenden Wasserfällen in der wunderschönen Landschaft der Westghats. In Munnar angekommen erkundeten wir erst einmal die Stadt und den Markt, bevor wir abends im Hotelpool den Ausblick in die Berge genossen. 

Am nächsten Tag ging es zu einer geführten Wanderung durch die Berge und Teeplantagen Munnars. Wir lernten in den Plantagen alles über den Anbau von Tee und wie man am besten Elefanten entkommt, bevor wir noch eine Teefabrik besichtigten. Mittwochs ging es mit dem Reisebus auch schon wieder zurück nach Kochi, unterwegs machten wir noch halt für eine Führung durch einen Ayuverdischen Garten.

Wieder angekommen in Kochi, residierten wir in Fort Kochi, dem historischen Stadtteil der Stadt. Geboten war eine Stadtführung durch das Fort und im Anschluss noch ein Trip mit der Kochi Water Metro. In unserer Freizeit fand man uns im Pool, beim Shoppen in den unzähligen kleinen Geschäften und beim Strandspaziergang entlang der Promenade. Abends besuchten wir noch eine traditionelle Tanzvorstellung mit Martial Arts Vorführung. 

Zum Abschluss der Summer School ging es auf eine Bootstour durch die wunderschönen Backwaters Keralas mit anschließendem Festmahl zu Onam Sadhya. Bevor das offizielle Programm endete, ließen wir die Summer School abends mit einem gemeinsamen Essen ausklingen. Die Zeit zusammen in Indien hatte uns alle zusammengeschweißt, und so viel uns der Abschied allen schwer, ein Wiedersehen auf den BayIND Alumni Treffen aber ist schon geplant.

Nach dem offiziellen Ende der Summer School nutzten einige Teilnehmende noch die Gelegenheit und erkundeten das Land in kleineren Gruppen gemeinsam weiter.

Die BayIND Summer School 2025 war eine unfassbar intensive und schöne Erfahrung mit unendlich vielen bleibenden Erinnerungen und Eindrücken. Auch wenn Magenverstimmungen und Klimaanlagen sowie die indische Küche eine Herausforderung darstellten, war die BayIND Summer School eine großartige Begegnung mit Incredible India. Wir kommen auf jeden Fall wieder!

Vielen Dank an das BayIND Team, Olga und Akshay, das war der absolute Wahnsinn!

 

© Jakob Dürr & Philipp Weber