Wasserwirtschaft in Indien
Ein attraktiver Zukunftsmarkt
am 8. September 2010
Vortragsreihe für Mitglieder und Gäste des Kompetenznetzwerkes Wasser Hof
Das Bayerisch-Indische Zentrum veranstaltete am Mittwoch, den 08. September 2010 für die Mitglieder und Gäste des Kompetenznetzwerkes Wasser Hof eine Vortragsreihe zu dem Thema „Wasserwirtschaft in Indien – Ein attraktiver Zukunftsmarkt“ in den Räumen der Hochschule Hof. Das Kompetenznetzwerk Wasser Hof vereint in der Region Hof ansässige Unternehmen aus dem Bereich der Wasserwirtschaft um deren Kompetenzen zu bündeln. Weiterhin sind wichtige Hofer Fachinstitutionen dieser Branche Mitglieder des Netzwerkes.

Als Referenten konnte das Bayerisch-Indische Zentrum Frau Ulrike Glatz sowie Herrn Dr. Jürgen Porst gewinnen – zwei Personen die seit mehreren Jahren in Indien leben und im Bereich der Wasserwirtschaft tätig sind. Frau Ulrike Glatz gab den Teilnehmern zunächst einen allgemeinen Überblick über den Wirtschaftsmarkt Indiens, bevor sie speziell über den Wassermarkt informierte. Des Weiteren nahm sie die Vertreter der regionalen Unternehmen mit auf eine gedankliche Reise nach Indien, bei der ganz praxisnah interkulturelle, zwischenmenschliche Interaktionssituationen nachempfunden werden konnten. So ist es beispielsweise im Rahmen der Vor- und Nachbereitung von Meetings wichtig die Korrespondenz mit einer ‚persönliche Note‘ zu versehen. Außerdem braucht man sehr viel Geduld um in Indien Geschäftsbeziehungen aufzubauen – so ist es dort nicht ungewöhnlich erst nach vier oder mehr Monaten Verhandlungen eine Kooperation zu vereinbaren.

Dr. Jürgen Porst, seit fast 10 Jahren in Indien für das HAWA-GTZ Projekt[1] tätig, zeigte den Unternehmensverstretern dann Chancen für deutsche Firmen im Wasser- und Umwelt-technologiemarkt Indiens auf. Seiner Meinung nach, sollten deutsche Investitionen in Indien weiter steigen und besonders kleine und mittelständische Unternehmen sollten mehr dazu ermutigt bzw. bestärkt werden. Er betonte jedoch auch, dass es hierfür reichlicher Überlegungen sowie großer Anstrengungen bedarf, denn das ‚schnelle Geld‘ könne auf dem indischen Markt eher nicht verdient werden.
Im Anschluss an die äußerst informativen und lehrreichen
Vorträge hatten die Mitglieder und Gäste des Kompetenznetzwerkes die Möglichkeit sich bei einem ‚bayerisch-indischen‘ Imbiss mit Personen einer indischen Ministerdelegation der Landesumweltbehörde des Bundesstaates Karnataka auszutauschen und Networking zu betreiben. Insgesamt können das Bayerisch-Indische Zentrum und das Kompetenznetzwerk Wasser Hof auf eine gelungene Veranstaltung zurückblicken. Es wurde aufgezeigt, dass Indiens Wassermarkt bzw. –wirtschaft ein hohes Potential für deutsche Firmen und besonders deren technisches Know-How birgt. Trotz der Geduld und des Durchhaltevermögens, die notwendig sind um sich auf dem indischen Markt zu etablieren, lohnt es sich in Indien zu investieren.
[1] HAWA-GTZ: Hazardous Waste & Water Management - Projekt der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit

