Indien als Geschäftspartner – Unsinn oder Chance?
Eine gemeinsame Veranstaltung von BayIND und BDS Bad Aibling

Indien als Geschäftspartner für den Bayerischen Mittelstand: Unsinn oder Chance?
28. September 2011
14:30 – 22:00 Uhr
Hotel Schmelmer Hof, Bad Aibling
Am 28. September 2011 veranstalteten das Bayerisch-Indische Zentrum und der BDS Bad Aibling-Tuntenhausen gemeinsam ein Fachforum zum Thema „Indien als Geschäftspartner für den Bayerischen Mittelstand: Unsinn oder Chance?“.

Nach einer Begrüßung durch Herrn Anton Bürger vom BDS Bad Aibling-Tuntenhausen wurde die Vortragsreihe von Prof. Dr. Jürgen Lehmann in seiner Funktion als Vorsitzender des BayIND Direktoriums eröffnet. Im Vorfeld seines Vortrages über die Kooperation zwischen Bayern und Indien und die Aktivitäten des BayIND als Brückenbauer zwischen Bayern und Indien, berichtete Herr Lehmann von persönlichen Eindrücken und Einschätzungen des sehr heterogenen Subkontinents. Es sei wichtig, sich ein realistisches Bild von Indien zu machen und sich sowohl über die Stärken Indiens als auch über die Schwächen des Landes bewusst zu werden. Dabei betonte er die Unterschiede sowie auch die Gemeinsamkeiten zwischen Deutschland und Indien.
„Indien hat viel Potential“, so Prof. Dr. Lehmann, für deutsche KMUs sähe er hier sehr große Chancen.

Herr Thorsten Lindner der RBW AG stellte vor allem das Wirtschaftswachstum und die langfristigen Investitionschancen in Indien in den Fokus seines Vortrages. Als ein „Emerging Market“ sei Indien ein Land auf dem Vormarsch und hätte in vielen Bereichen westliche Industrienationen und andere Schwellenländer bereits hinter sich gelassen.
Auf eine fiktive Reise nach Indien wurden die Teilnehmer des Forums von Frau Kristina Fremuth, der Geschäftsführerin der Greater Munich Area mitgenommen. Von den Reisevorbereitungen und dem Kofferpacken über die Taxifahrt ins Hotel bis hin zu der Essenseinladung in das Haus des indischen Geschäftspartners machte Frau Fremuth in ihrem Vortrag auf klimatische, hygienische und kulturelle Besonderheiten Indiens aufmerksam. Die Erkenntnis dieses Kurztrips war, dass Indien ein Abenteuer und eine Herausforderung für alle Sinne ist und auf jeden Fall eine Reise wert!
Nach einem kurzen Bericht von Prof. Braatz der Hochschule Rosenheim über interkulturelle Differenzen und Herausforderungen, folgten zwei Erfahrungsberichte von Unternehmen mit bereits bestehenden Geschäftsbeziehungen nach Indien.
Frau Sethi-Rinkes von der CADFEM GmbH berichtete mit ihrem indischen Kollegen Herrn Pathak von dem unternehmenseigenen Schulungsprogramm und den daraus entstandenen CADFEM Tochterfirmen in Indien.

Herr Hans Fritz, Geschäftsführer der SAT Electronic Vertriebs GmbH hält seit 30 Jahren erfolgreiche Geschäftsbeziehungen mit Indien. Durch seine persönlichen Eindrücke, Anekdoten und teilweise sehr amüsanten Zusammenstöße mit der indischen Kultur gelang es Herrn Fritz, dem Publikum ein lebendiges Bild Indiens zu vermitteln. Besonders die persönlichen Kontakte seien in den Geschäftsbeziehungen zu Indien, im Gegensatz zu China, sehr wichtig und würden lange bestehen, wenn sie einmal etabliert seien.
Den Vorträgen folgten jedes Mal sehr interessierte Fragen seitens des Publikums. Neben Nachfragen zu dem indischen Arbeitsmarkt und dem Markteintritt in Indien zeigten die Teilnehmer auch viel Interesse an kulturellen Besonderheiten und dem gesellschaftlichen Zusammenleben, um dieses facettenreiche Land besser verstehen zu können.
Bei dem anschließenden bayerisch-indischen Imbiss konnten sich die Teilnehmer auch kulinarisch auf Indien einlassen und mit Sitarklängen im Hintergrund ging eine erfolgreiche Veranstaltung zu Ende.

